RDM - Ring Deutscher Makler - Landesverband Berlin und Brandenburg e.V.

Berlin, 13. Oktober 2014: Der Ring Deutscher Makler – RDM – Landesverband Berlin und Brandenburg e.V. (RDM) sieht den Markt in einigen Stadtbereichen Berlins ausgereizt. Lag die Preissteigerungsrate bei Eigentumswohnungen im Vorjahreszeitraum noch durchschnittlich bei +12,3 Prozent, hat sich diese auf +10,8 Prozent abgeschwächt. „Obwohl die Zahlen rückläufig sind, bleibt die Lage auf dem Berliner Immobilienmarkt weiterhin angespannt“, erklärt Robert Vorreiter, Vorsitzender des Bewertungsausschusses des RDM. Die Nachfrage nach Kauf- und Mietobjekten könne nicht gedeckt werden. Zu wenige Neubauprojekte und fehlende Bestandsimmobilien seien auch weiterhin der Grund für hohe Mieten.

Wohnungen in Berlin sind für Normalverdiener häufig unerschwinglich. Der RDM registriert, dass sich die Suche nach geeigneten Immobilien mittlerweile weiter zu den Randbereichen der Innenstadtlagen und Stadträndern ausweitet. Hiervon erfasst sind in erster Linie Städte und Gemeinden im Berliner Umland mit guter Infrastruktur und Verkehrsanbindung, allen voran die Stadt Potsdam.

Um den Berliner Mietmarkt zu entspannen, sieht der RDM in der Mietpreisbremse keine Lösung. Im Gegenteil: der RDM erwartet, dass Vermieter noch in diesem Jahr jede Möglichkeit nutzen, um Mieten zu erhöhen, bevor das Gesetz im ersten Halbjahr 2015 in Kraft tritt. Zudem würde die Mietpreisbremse auch nicht verhindern, das Vermieter ihre Wohnungen an Mieter mit höherer Bonität vergeben.

Indes fordert der RDM den Berliner Senat dazu auf, dämpfend auf die Mietpreissteigerung zu reagieren, indem er die Mieten bei den landeseigenen Wohnungen senkt. „Es darf nicht sein, dass das Land Berlin sozialverträgliche Mieten fordert und gleichzeitig für seine eigenen Wohnungen zum Teil Höchstpreise verlangt“, erklärt Markus Gruhn, 1. Vorsitzender des RDM. Würde das Land bei Neuvermietungen 5 Euro pro Quadratmeter verlangen und diese Wohnungen an finanziell schlecht gestellte Menschen mit Wohnberechtigungsschein vermieten sowie den Preis bei Bestandsmieten
auf 6 Euro senken, könne die Wohnungssituation in Berlin entschärft werden. Dies müsse schnell geschehen. Man dürfe nicht darauf warten, dass neue Wohnungen gebaut werden, so Gruhn weiter.

Derzeit gehören dem Land Berlin rund 30 Prozent aller Wohnungen der Stadt.
Der Ring Deutscher Makler – RDM - Landesverband Berlin und Brandenburg e.V. ist der älteste Berufsverband für Immobilienmakler und Hausverwalter in Berlin und Brandenburg. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder und des gesamten Berufsstandes in der Region. Der RDM steht in Verbund mit namhaften Verbänden der Wohnungswirtschaft. Als Zeichen des Vertrauens bietet das
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